Von der Industrialisierung zur Globalisierung: Textilbranche Zürich


Kantonsgeschichten: Das Museum Neuthal im Dialog mit Public Eye

Der Kanton Zürich und die Textilindustrie sind stark miteinander verwoben. Besonders in armen Gegenden wurden einst gerne Spinnereien und Webereien errichtet, um die Wasserkraft mittels billiger Arbeitskräfte zu nutzen. Nora Baur, Leiterin des Museums Neuthal, tritt in Dialog mit David Hachfeld von Public Eye – der NGO, die sich für eine gerechte Globalisierung und die Einhaltung der Menschenrechte durch Unternehmen mit Sitz in der Schweiz einsetzt. Gemeinsam erkunden sie den Einfluss der Zürcher Eisenbahnen als Bedingung für die hiesige Textilindustrie, die Auswirkung des globalen Kleiderhandels auf unser Klima oder Zürichs koloniale Verstrickungen von einst, deren ausbeuterische Verhältnisse bis heute eine Fortsetzung finden.

Die Kunsthistorikerin Nora Baur leitet seit 2020 das Museum Neuthal, in dem die Industriekultur von einst so authentisch erlebbar wird wie an keinem anderen Ort der Schweiz. BesucherInnen können die Textilproduktion Schritt für Schritt verfolgen – von der rohen Baumwolle bis zum fertigen Garn, mit zahlreichen historischen Maschinen in Aktion. David Hachfeld ist Textilexperte bei der Schweizer NGO Public Eye, die dort aktiv wird, wo Wirtschaft und Politik Menschenrechte in Gefahr bringen.

Ein Rundgang in der Ausstellung «Einfach Zürich» mit Nora Baur, Kunsthistorikerin und David Hachfeld, Textilexperte.

Reservation benötigt. Telefonnummer: +41 (0)44 218 66 00 E-Mail: reservationen@nationalmuseum.ch

Datum, Zeit
6. Juni 2024
17:30–18:30 Uhr

Veranstaltungsort
Landesmuseum Zürich, Museumstrasse 2
8001 Zürich

Ticketpreise ab:
CHF 13.00 / 10.00, Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre: Freier Eintritt